Romme & Escher Forschungen

Zentrale Einsichten

Die zentralen Einsichten der Forschungen von Romme & Escher waren:

1. dass Stimmen hören an sich nicht pathologisch ist

2. Stimmen hören ist auch nicht diagnosespezifisch

3. Stimmen hören stand in ca. 70 % der Befragten in engem Zusammenhang mit schwerwiegenden Erlebnissen im Leben der Stimmen Hörenden

4. Es ist die Beziehung mit den Stimmen, die darüber entscheidet, ob man Patient der Psychiatrie wird oder nicht

5. Eine konstruktive Beziehung mit den Stimmen kann erlernt werden

6. Zusammenhänge zwischen dem Leben der Person und den Stimmen können auf systematische Weise erarbeitet werden

Dr. Escher hat von 2002 bis 2005 außerdem 80 Kinder regelmäßig im Bezug auf den natürlichen Verlauf ihrer Stimmenhörerfahrungen befragt. Im Gegensatz zu den Vorannahmen eines Großteils anderer Forschungen fand Dr. Escher dabei heraus, dass Stimmen hören im Kindesalter nicht automatisch ein Vorbote späterer Pathologie ist. Ob sich Pathologie später entwickelte oder nicht, hing wesentlich von dem Umgang der Stimmen Hörenden und des Umfelds ab. Ein konstruktiver Umgang half dabei Stimmen hören als Teil einer natürlichen Entwicklung des Kindes zu verstehen. 

Artikel von Romme und Escher

Im folgenden finden Sie eine Reihe von öffentlich zugänglichen Artikeln von Prof. Dr. Marius Romme und Dr. Escher. 

1. Romme, M. und Escher, S. (1989) Hearing voices. Schizophrenia Bulletin. Vol. 15(2), Seiten 209 - 216. 

2. Escher, S., Romme, M., Buiks, A., Delespaul, P. and van Os, J. (2002) Independent course of childhood auditory hallucinations: a sequential 3-year follow-up study. British Journal of Psychiatry. Vol. 181(Suppl. 43), s10 - s18.