Unser Selbstverständnis

Das efc Institut fühlt sich ganz der internationalen Stimmhörerinnenbewegung verbunden. Diese Bewegung ermöglicht mit ihren Netzwerken, Selbsthilfegruppen und Initiativen einen Austausch, der sehr vielen Menschen hilft, in ihrem Leben besser zurechtzukommen. Dabei kann das Stimmenhörverständnis des efc Ansatzes auch gut Menschen mit Visionen, schwierigen Überzeugungen, körperlich unerklärlichen, oder auch Geister- und ähnlichen Erfahrungen helfen.

Das efc Institut stellt sich zudem der Herausforderung, den erfahrungsfokussierten Ansatz auch in der psychiatrischen und psychosozialen Versorgung zu etablieren.

Die Stimmenhörerinnenbewegung, international vertreten durch die Dachorganisation Intervoice, formuliert einen besonderen Bedarf an Fortbildungen als Ergänzung zur medikamentös psychiatrischen und psychosozialen Versorgung.

Der efc Ansatz ist dem Recoveryprinzip verbunden und möchte einen Beitrag leisten, die oft sehr limitierten Perspektiven, der mit Schizophrenie und anderen psychiatrischen Störungen diagnostizierten Menschen, signifikant zu ändern. Der Ansatz trägt damit auch seinen Teil zur Diskussion um die Gültigkeit und Verlässlichkeit dieser Diagnosen bei. 

Starke Langzeitnebenwirkungen in traditionell primär medikamentös ausgerichteten Interventionen machen die alternative Arbeit mit den Stimmen besonders wertvoll und interessant für die Betroffenen. Für viele Stimmenhörerinnen wird so ein selbstbestimmtes, normales Leben wieder möglich.

Das Buch Living with voices, Romme et al 2009, gibt die Möglichkeit einige der Erfahrungen in der Arbeit mit diesem Ansatz kennen zu lernen. Hier beschreiben 50 Stimmenhörerinnen wie ihnen ein verstehender Ansatz wie efc geholfen hat zu recovern, d.h. wieder "das eigene Leben und nicht das Leben der Stimmen zu leben" (Coleman in Stimmenhören verstehen, Romme und Escher, 2008).